Vera Volmary

Referent*innen

Dr. 

Vera Volmary

ist Polizeihauptommissarin und MScForensic Sciences and Engineering 

Über die Referentin:

Vera Volmary ist Polizeihauptkommissarin in NRW, promovierte Naturwissenschaftlerin, Spürhund-Trainerin gemäß § 11 Tierschutzgesetz und ehemalige Einsatztrailerin der Polizei. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen in der forensischen Geruchsforschung, insbesondere der Entstehung, Verteilung und Bewertung menschlicher Geruchsspuren, sowie in der wissenschaftlichen Untersuchung des Such- und Entscheidungs-verhaltens von Spürhunden. Im Zentrum ihrer Forschung stehen die Zuverlässigkeit von Suchhunden unter praxisnahen Einsatzbedingungen, experimentelle Studien- und Prüfdesigns sowie die Identifikation von Fehlerquellen und die Entwicklung evidenzbasierter Ansätze zum Fehlermanagement. Hierzu untersucht sie insbesondere den Einfluss kognitiver Prozesse und nicht-olfaktorischer Hinweisreize auf das Entscheidungsverhalten von Mensch-Hund-Teams. 

Ihre Dissertation an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg untersuchte die initiale Kernlaufrichtung von Mantrailing-Hunden unter doppelblinden Feldbedingungen. Die Ergebnisse wurden in der Dissertation sowie in Forensic Science International: Synergy veröffentlicht und bilden die Grundlage weiterer Forschungsarbeiten zu Entscheidungsprozessen, Cueing, Bias und der wissenschaftlichen Validierung von Suchhunden. 

Vortrag: „Mantrailing unter doppelblinden Bedingungen – Was zeigt die initiale Kernlaufrichtung? “

Kann ein Mantrailing-Hund anhand eines Geruchsartikels am Spuransatz die zugehörige Zielspur zuverlässig identifizieren? Vera Volmary präsentiert die Ergebnisse einer prospektiven, randomisierten und doppelblinden Feldstudie mit 70 Mensch-Hund-Teams. 

Im Mittelpunkt steht die initiale Kernlaufrichtung des Hundes – die Frage, ob der Hund im Kern seiner Suche die Richtung der Zielspur einschlägt. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Suchentscheidungen unter den gewählten Versuchsbedingungen nicht zuverlässig über dem Zufallsniveau lagen und neben olfaktorischen Informationen auch nicht-olfaktorische Einflussfaktoren berücksichtigt werden müssen. 

Der Vortrag diskutiert die Bedeutung dieser Befunde für die wissenschaftliche Bewertung von Mantrailing sowie die Konsequenzen für Ausbildung, Prüfung und den forensischen Einsatz von Mantrailing-Hunden. 

Wissenschaft für
die Praxis

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